All' mein Gedanken

 

 

 

 

Arbeitsleben

Die Schröpfung

 

 

Familie

Eltern und Kind

 

Familienglück

 

Papa oder Mama

 

Schwestern

 

 

Gott und die Welt

Diogenes

 

Du Ferne

 

Es ist zu traurig

 

Gott der Götter

 

Gottverlassen

 

Liebe deinen Nächsten

 

Sehnsucht in mir

 

Untreue am Nächsten

 

Wo ist er

 

 

Liebesleid

Fata Morgana

 

Geschlechterkampf

 

Treue und Reue

 

Was ist Liebe

 

Wo ist die Liebe hin

 

 

Politik

Chile blutet

 

 

Verkehr

Grün das Licht

 

 

Blitzlichter

Tod du nahes Unglück

 

Traum

 

Verwirrtheit

 

Zeit

 

 

 

 

Arbeitsleben

      

Die Schröpfung

   

Sie tragen den Kummer auf der Stirn  

Denn dem Boss gehört das Gehirn

Er denkt für Sie und er lenkt Sie

Wie der Hirt auf der Weide sein Vieh

Und Sie schinden sich

Und Sie lassen sich alles gefallen

 

Sie tragen die Sorgen im Gesicht

Denn was kümmert dem Boss ihre Gicht

Er beutet Sie aus von sechs bis vier

Doch der Hirte hütet sein Getier

Und Sie schinden sich

Und der Boss hat an Ihnen gefallen

 

Peter Cremer 02.11.1974

 

   

 

 

 

 

Familie

  

Eltern und Kind

  

Vater und Mutter sollst du ehren

Gehorsam Ihnen nicht verwehren.

Bereitest der Mutter du Freude viel

Gibst dem Vater du ein Ziel.

Wenn den Vater du durch die Mutter ehrst

Du von beider Liebe zehrst

Doch solltest du gegen Unrecht dich wehren;

Denn auch die Eltern sollen dich ehren.

 

Peter Cremer 02.11.1974 

 

 

  

Familienglück

 

 

Gezeugt in zärtlichen Stunden

 

Haben wir dich mein Kind

 

Durch dich hat ganz geschwind

 

Das Glück zu uns gefunden

 

Peter Cremer 02.11.1974

 

  

Papa oder Mama

 

Das Kind, das gleicht dem Papa

Das sagen viele Leute

Doch wundere dich nicht, wenn heute

Jemand sagt, es gleicht der Mama

 

Vater hin und Mutter her

Ach es ist gewiß nicht schwer

Du kannst es leicht erraten

doch will ich’s dir verraten

 

Von ihr ein wenig, von mir doch mehr

Das kind gleicht uns doch beiden sehr

  

Peter Cremer Ostern 1976

 

 

Schwestern

 

  Ich hab der Schwestern zweie

  Wie ich mich darüber freue

  Daß es die beiden gibt

  Ein Bruder, der die Schwestern liebt

  Der bleibt nicht kühl

  Der hat Gefühl

  Das gibt er später heiter

  An deren Schwägerin nur weiter

   Peter Cremer 02.11.1974

 

 

 

 

Gott und die Welt

 

Diogenes

 

Es war einmal in Griechenland

Da lebte ein Mann in der Tonne

Das gesamte Glück, dass er dabei fand

Das war der Anblick der Sonne

 

Alexander der Große wollte ihn einst betören

Da lies sich Diogenes auch nicht stören

Denn dieser versperrte ihm den Blick seiner Wonne

Er sagte nur, geh mir ein wenig aus der Sonne

 

Diogenes, Diogenes, die Sonne bedeutet Freiheit

Und alle Menschen die sie belebt

behandelt sie wirklich mit Gleichheit

dass ist es, wonach jeder strebt

 

  Diogenes Diogenes, die Sonne belebt

 

 

 

 

 

Du Ferne

 

 

Ich sitze im Sessel und bin allein

Und träume von dir, du Ferne

Ich bemühe mich, nicht traurig zu sein

Und denke, dass ich allzu gerne

 

Zu dir entfliehen will

 

Ach lieber Gott, lass mich doch walten

Und halte doch ein Mal still

Dass sich mein Herze kann entfalten

Wohin es auch wirklich will

 

Peter Cremer 21.11.1980

 

 

Es ist zu traurig

 

 

Es ist nie zu spät  ... von neuem zu beginnen

Es ist nie zu spät  ... der Zeit zu entrinnen

Es ist immer zu spät  ... gesagtes Wort zurück zu nehmen

Es ist immer zu spät  ... Vergangenes herbei zu sehnen

Es ist zu traurig zu wissen ... daß es schön begonnen

Es ist zu traurig zu wissen ... daß alles schöne zerronnen

Es ist zu früh  ... um daran zu verzweifeln

Es ist zu früh  ... es schon zu begreifen

Es ist zu spät  ... das Begonnene zu bereuen

Es ist zu spät  ... sich daran zu erfreuen

 

Es ist zu spät von Liebe zu singen

Es ist zu spät nach Trauer zu ringen

 

Es ist zu traurig, um traurig zu sein

  

Peter Cremer 27.11.1980

 

 

Gott der Götter

 

Mensch, glaubst du an ein übersinnliches Wesen?

 

Lass dich nicht beirren;

Denn durch alle Wirren,

 

Suchen selbst die Spötter Ihre Götter

 

Peter Cremer 25.10.1974

 

 

Gottverlassen

  

Gegenwart,

du ödest mich an.

 

Vergangenheit tat es.

 

Zukunft,

was bringst du mir?

 

Immer neue Gegenwart!

 

Peter Cremer 01.11.74

 

 

Liebe deinen Nächsten

 

 

Was ist mit unserer Welt geschehen?

Hat der Fortschritt alles menschliche verdrängt?

Warum kann man Andere nicht verstehen?

Was ist es , woran man heute denkt?

 

Wenn Menschen miteinander reden

Hört selten einer richtig zu

Die Leute reden über Jeden

Doch selten trifft es richtig zu

 

Wer denkt schon an die Not der Anderen

Die Hunger leiden irgendwo auf dieser Welt

Wir denken niemals an die Anderen

Und leben so wie’s uns gefällt

 

Irgendwo da steht geschrieben

Daß man den Nächsten lieben soll

Doch ist dies alles unterblieben

Da jeder selbst so sorgenvoll

 

Es ist so, daß die Sprache die wir sprechen

Das Wort Gemeinsamkeit nicht nennt

Und Krieg und Terror und sonstige Verbrechen

Hinnimmt, weil man es anders nicht mehr kennt

 

Doch glaub ich, daß wir selber bald erkennen

Daß man aufeinander zu gehen muß

Den Politikern noch einmal die Zahlen nennen

Hiroshima, Nagasaki oder ..... Schluß

  

                           Peter Cremer 08.12.1982

 

 

 

Sehnsucht in mir

 

 

Oh Seele in mir

An dir kann ich mich erfreuen

Und brauche nicht zu bereuen

Daß du lebst in mir

 

Du bist meine Wohnung

Du trägst meine Sehnsucht

Und birgst die einzige Bucht

Meiner Hoffnung

 

Verlaß nie mein Haus

Du breitest mein gutes Herz

Über allen bösen Schmerz

Wie einen Mantel aus

 

Oh Sehnsucht in mir

Du bist die Heimat meiner Seele

Freudig bin ich und erbebe

Vor dir in mir

 

Sehnucht in mir, bleibe bei mir

 

  

                            Peter Cremer  09.12.1982

 

 

Untreue am Nächsten

 

Bruder, wirst dich nicht erbarmen

Wenn in Nöten ich

Vor deiner Tür

Stehe?

 

Wehe

Dir dafür;

Denn es straft dich

Der Herr, der Bruder aller Armen.

 

Peter Cremer 02.11.1974

 

 

 

Wo ist er

(An Jesus)

 

 

Wo ist er

Der Liebende

Den ich suche

Um von Trauer ihm zu singen

 

 

Wo ist er

Der Sterbende

Den ich rufe

Um meine Liebe ihm zu bringen

 

Peter Cremer 02.11.1974

 

 

Liebesleid

 

 

 

 

 

Fata Morgana

 

 

Als ich jung war

Habe ich andächtig über Mädchen gesonnen

 

Als ich älter war

War die Andacht längst zerronnen

 

Das Altärchen

Das ich den Mädchen gebaut

 

Das Wunschbild

Das ich immer geschaut

 

War ein Trugbild

 

Peter Cremer 21.11.1980

 

 

Geschlechterkampf

 

 

Der Kampf der Geschlechter hinterläßt seelische Trümmerhaufen

 

Das Schlachtfeld ist übersät mit toter Liebe

 

Die Emanzen versuchen wie die gebeutelten Männer zu raufen

 

Andere verkaufen im Feld ihre Triebe

 

                            Peter Cremer 21.11.1980

 

 

Treue und Reue

 

 

Es gibt keine Reue ohne Treue.

 

Könnte man Reue empfinden,

wenn es die Treue nicht gäbe?

 

Gestörtes Vertrauen bliebe offen!

 

Drum reuevoll auf Verzeihung hoffen.

 

Peter Cremer 25.10.74

 

 

Was ist Liebe?

 

 

So lebt man nun

Ein jeder für sich und warum

 

Was ist zu tun?

 

 

Liebe, wovon mancher spricht

Was ist das?

Liebe, heißt das Verzicht?

Wieso das?

 

Wo ist der Mensch in dieser Zeit

Der selbstlos ist und Liebe kennt

Der erkläre mir noch heut

Was man Liebe nennt

  

Peter Cremer 27.11.80

 

 

Wo ist die Liebe hin

 

Ich möchte mit dir reden

Doch du schenkst einem anderen dein Ohr

Ich möchte dich lieben

Doch du ziehst den anderen vor

 

Nun sag mir, wie ist es geschehen

Warum muß ich nun, nach langer Zeit gehen

Und glaub mir, ich hab nichts erfahren

Die Sache mit ihm, die lief schon seit Jahren

Wie sie begann, daß weiß ich noch nicht

Doch rennen Tränen über mein Gesicht

 

Ich wollte dich fragen

Doch mir hast du nicht zugehört

Du wolltest nichts sagen

Und hast alles in mir zerstört

 

Nun sag mir, wie konnte das geschehen

Ich versuche dein Handeln zu verstehen

Hilf mir doch endlich dein Tun zu begreifen

Und wann begann die neue Liebe zu reifen

Sag es mir, damit mein Herz mir nicht bricht

Denn noch rennen Tränen über mein Gesicht

 

Peter Cremer  22.07.1980

 

Politik

 

 

 

 

 

 

Chile blutet

 

Der Richterspruch der Diktatur:

ERSCHIESSEN !

 

Staatliche Killer mit Bravour:

GENIESSEN !

 

Was wußte schon der Illusionist

 

Was wirkliche Freiheit ist

 

Diese Freiheit wird durch Macht karikiert

 

Wer demokratisch denkt, wird massakriert

 

Peter Cremer 02.05.1975

 

 

Verkehr

 

 

   

Grün das Licht

 

Ein alter Mensch - hochbetagt

 

Wagt sich auf die Fahrbahn – gichtgeplagt

 

Bremsen quietschen! Reifen schleifen!

 

Zu spät! Ein Mensch ist tot

 

Mag die Technik weiter reifen

 

Das Licht zeigte dem Anderen rot

 

Peter Cremer 05.04.1976

 

 

 

 

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